Mit einer bunten Kundgebung von Menschen mit und ohne Behinderung rund um das Rathaus beteiligt sich die Lebenshilfe Wien an den österreichweiten Aktionen.
Am 5. Mai 2010 ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Die Lebenshilfe macht ihn zum Tag der Inklusion. Obwohl die UN-Behindertenrechtskonvention die Gleichstellung als Menschenrecht definiert, wird sie noch kaum umgesetzt. Die Lebenshilfe bringt diesen Missstand auf die politische Tagesordnung. In öffentlichen Aktionen zeigen Menschen mit Behinderungen, was für sie Gleichstellung bedeutet und was sie der Gesellschaft bringt. „Wir brauchen die Inklusion, also die vollständige Teilhabe von Menschen Behinderungen in allen Lebensbereichen. Weil Vielfalt unser Leben bereichert und unsere Gesellschaft leistungsfähiger macht“, sagt Lebenshilfe-Präsident Germain Weber.
Mit einem Forderungskatalog und unterschiedlichen Aktionen wendet sich die Lebenshilfe österreichweit am 5. Mai an PolitikerInnen und an die Öffentlichkeit. „Vielfalt als Chance“ lautet ihre Botschaft. Aktionen wie Kundgebungen, Flaschenpost-Verteilung oder Tag der offenen Tür in inklusiven Betrieben zeigen: ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung lohnt sich für alle.
Die Lebenshilfe Wien wird mit einer bunten Gruppe aus Menschen mit und ohne Behinderung rund um das Rathaus auf sich aufmerksam machen und möglichst vielen Passanten und offiziellen Vertretern der Stadtpolitik sagen: "Wir bestimmen für uns selbst!".
"Wenn Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung ihren eigenen Willen ausdrücken und umsetzen können, und unnötige Barrieren wie schwere Sprache oder diskriminierende Behandlung möglichst beseitigt werden, dann kann man wirklich von einer gleichberechtigten Teilhabe dieser Menschen inmitten unserer Gesellschaft sprechen!", meint Bernhard Schmid, Generalsekretär der Lebenshilfe Wien.
8. April 2010 / lhw-bs